Vor einer Kündigung sollten Vertragstext und tatsächliche Geschäftsbeziehung gemeinsam geprüft werden. Besonders bei langfristigen Liefer-, Vertriebs- oder Agenturbeziehungen können automatische Verlängerungen, Mindestfristen und Ausgleichsfragen eine Rolle spielen.
1. Laufzeit und Kündigungsfenster
Ist der Vertrag befristet? Verlängert er sich automatisch? Gibt es ordentliche und außerordentliche Kündigungsrechte? Der Kalender entscheidet häufig über Monate zusätzlicher Bindung.
2. Form und Zustellung
Eine Kündigung kann inhaltlich richtig und trotzdem unwirksam sein, wenn die vereinbarte Form oder Zustellungsart nicht eingehalten wird. E-Mail allein genügt nicht immer.
3. Gründe und Dokumentation
Bei außerordentlicher Kündigung oder behaupteter Pflichtverletzung sollte die Tatsachengrundlage dokumentiert sein. Abmahnungen, Fristsetzungen oder frühere Korrespondenz können entscheidend sein.
4. Was passiert nach Vertragsende?
Offene Bestellungen, Lagerbestand, Kundendaten, Marken, Rückgabe von Unterlagen, Vertraulichkeit, Wettbewerbsfragen und ausstehende Zahlungen gehören in die Exit-Planung.