Gesellschafterstreitigkeiten eskalieren häufig nicht wegen einer einzigen Rechtsfrage, sondern weil Informationen fehlen, Bankzugänge blockiert werden, Beschlüsse umstritten sind oder die Geschäftsführung nicht mehr gemeinsam funktioniert.
Welche Informationen und Dokumente liegen vor?
Satzung, Handelsregister, Gesellschaftervereinbarung, Beschlüsse, Unterschriftsregelungen, Buchhaltung und Bankunterlagen bilden die Grundlage. Wer nicht weiß, was rechtlich eingetragen und intern vereinbart wurde, verhandelt im Blindflug.
Geschäftsführung und Vertretung
Wer kann die Gesellschaft nach außen verpflichten? Können Vertretungsbefugnisse geändert werden? Welche Beschlüsse sind dafür notwendig? Diese Fragen bestimmen, ob akute wirtschaftliche Risiken gestoppt werden können.
Beschlüsse und Anfechtung
Form, Einladung, Mehrheit und Inhalt von Gesellschafter- oder Organbeschlüssen sollten geprüft werden. Fristen für gerichtliche Schritte können kurz sein.
Exit statt Dauerstreit
Anteilskauf, Verkauf an Dritte, Kapitalmaßnahmen oder andere Trennungsmodelle können wirtschaftlich sinnvoller sein als jahrelange Blockade. Dafür braucht es aber eine realistische Bewertung von Machtposition, Unternehmenswert und Durchsetzbarkeit.